00:00:02: Barbara Bleich ist die wohl bekannteste Philosophin der Schweiz.
00:00:06: Sie moderiert unter anderem seit vielen Jahren bessere Sendung in Sternstunde Philosophie und sie hat
00:00:11: drei Bücher
00:00:12: geschrieben, warum wir unseren Eltern nichts schulden, Kinder wollen und Mitte des Lebens.
00:00:18: Vor eineinhalb Jahre war Barbara Blich bei uns im Allerlichen Podcast das Gast mit Elisa Malin-Werni über die philosophische Seite von MET, darüber was es heisst
00:00:29: älter zu werden
00:00:30: und ältern zu sein unserer heutigen Gesellschaft und darüber, wie sie Privatvereinbarkeit leben.
00:00:37: Wir finden diese Folge, die wir gehört haben.
00:00:40: Darum präsentieren wir Sie auch im Rahmen
00:00:42: unserer Summerserie.
00:00:53: Das ist Malerlich,
00:00:55: der Podcast.
00:01:10: Freue mich sehr!
00:01:11: Vielen Dank für Ihre Zusage.
00:01:13: Wir haben darüber geredet, dass du so viele Podcast-Anfragen bekommst – also wir fühlen uns sehr gerne -, dass du unserem malerlichen Podcast besuchst.
00:01:21: Und der Anlass für mich war, ich habe vor etwas mehr als einem Jahr ein älteres Buch von dir gelesen.
00:01:28: Warum wir unseren Eltern nicht schulden?
00:01:31: Und es ist für mich wie man so schön sagt eine Game-Changer gewesen.
00:01:34: Ich habe mich nämlich ein bisschen gefangen gefühlt in deiner Schuld.
00:01:39: Mittlerweile sind aber weitere Bücher von dir erschienen und zwar gerade letztes Jahr Mitte des Lebens.
00:01:44: Ein Buch über die Lebensmitte.
00:01:48: Wir haben abgemacht, dass wir heute einen Schwänk machen und über Elternchaft, Kindschaften und Lebensmitteln reden.
00:01:56: Magst du gerade zuerst einordnen, wie das numerische Einordnung ist?
00:02:00: Von wann bis wann ist die Lebensmitte in Jahren?
00:02:04: Ja, sehr gerne!
00:02:05: Man kann es vielleicht zum ersten Mal flappsig sagen.
00:02:08: Man sagt ja, meine Pubertät von hier, wenn die Eltern anfangen, schwierig zu werden ... Und so glaube ich die Mitte vom Leben von an, wenn einem die Freundinnen durch einen Jünger machen als man ist und das als Kompliment versteht.
00:02:22: Das ist der Moment, in dem man in der Mitte des Lebens nachkommt.
00:02:25: Es wird schon klar, es ist nicht ein Zeitpunkt, also gemeint ist keine nummerische Mitte, lebenserwartung durch zwei, sondern eine Phase.
00:02:35: Da orientiere ich mich an den Phasen wie es Entwicklungspsychologie vorgibt.
00:02:42: Anfang Vierzehn, Ende Dreißig fände ich mittleren Jahr an.
00:02:45: Und die Touren bis zum Beginn des Pensionsalters.
00:02:49: Also recht lange Spanne.
00:02:51: Ja
00:02:52: und du und ich müssen beide schon drinnen?
00:02:55: Also ich auf jeden Fall ... Ich weiss nicht wie alt du bist.
00:02:58: In diesem
00:02:59: Fall ja!
00:03:01: Genau.
00:03:03: Wir reden über Elternschaft.
00:03:06: Ich habe bei den Recherchen gemerkt, man weiss eigentlich wenig über das Privatleben.
00:03:11: Obwohl du eine öffentliche Person bist und in einem anderen ist schon etwas bewusst so gewählt.
00:03:16: Darum war ich auch ein bisschen überrascht über diesen Einstieg inmitten des Lebens.
00:03:22: In deinem neusten Buch finde ich wahnsinnig gelungen, eine Szene beschreibst.
00:03:27: Und wenn man selber Kinder hat, dann weiss man gerade ungefähr, in welchem Alter deine Kind sein kann.
00:03:33: Du beschreibest nämlich eine Wanderung, Du hast offenbar selbst schon als Kind oft gemacht zum Line-Eier in Mengadin.
00:03:41: Verzählst, wie du die mit deinen Kindern oft gemacht hast und wie es jetzt aber so ist, dass du sie oft alleine machst oder mit Freundinnen und Freunden.
00:03:49: Und fast ein wenig wehmütig an diese Zeit zurückdenkst, wo ... immer wieder in meinen Gedanken gingen, sie unterbrochen wurden und jemanden bei der Hand genommen hat sich eine welche Hand in deine geschoben.
00:04:00: Und ich finde wenn man selber Kinder hat dann weiss man ganz genau was das für eine Phase ist.
00:04:05: Ich bin eher noch in einer Phase wo meine Gedanken viel unterbrochene werden.
00:04:10: Und... ...ich würde gerne fragen also du hast vorhin gesagt Wenn die Eltern schwierig werden, pubertät wie ist es mit den Kindern die schon etwas älter sind?
00:04:21: Vielleicht nicht so physisch gebrauchen, sondern anders.
00:04:26: Ich glaube bei allen Sachen gibt es halt wahnsinnige Wenig-Allgemeine Aussagen.
00:04:31: Kinder sind massiv unterschiedlich, Eltern sind massive unterschiedlich.
00:04:35: Die Gesellschaftsform ändert sich immer wieder oder die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen und darum finde ich auch, dass es wenig einfach zu sagen ist.
00:04:44: Ich bin immer ein bisschen zurückhaltend in solchen Allgemeinen Aussagen.
00:04:48: Für mich persönlich muss ich sagen ... Ich finde es keine schwierige Zeit oder nicht eine schwierige Ehrzeit, wie die Kindheit war.
00:04:55: Vieles ist definitiv weniger anstrengend.
00:04:58: Das ist für mich auch eine Typenfrage.
00:05:00: Für mich ist es schwierig, nachts aufzustehen und dann wieder einschlafen können.
00:05:04: Das war definitiv jetzt noch ein sehr seltenes Thema, das waren ziemlich oft.
00:05:11: Andererseits kommen Fragen dazu, die einfach mehr noch ins Denken bringen.
00:05:15: Manchmal macht man sich grössere Sorgen.
00:05:18: Man sagt ja auch, kleine Kinder, kleine Sorgen, grosse Kinder, grosse Sorgen ... So würde ich es nicht pauschalisieren.
00:05:25: Trotzdem gibt es jetzt Sachen, in denen man ein bisschen mehr das Gefühl hat.
00:05:30: Auch immer wieder die Frage, wie viel Autonomie meine Kind lohne, wo sie wirklich eingreifen und lenken dürfen.
00:05:37: Das sind ... Wichtige Fragen.
00:05:39: Und die kann ich immer abnehmen und kein endes Rezept
00:05:43: buchen?
00:05:44: Das muss ich ehrlich sagen, das habe ich nicht gelesen.
00:05:46: Du hast ein Wittersbuch geschrieben, das heißt Kinder wollen, der dich mit dieser Frage auseinandersetzt ist oder wie viele Autonomie geben wir, wie viel Leidblanken setzen wir... Magst du sagen, wie du das Handhabst mit deinen Kindern in deiner aktuellen Phase?
00:06:00: Ja, vielleicht sage ich noch ganz schnell etwas zum Buch.
00:06:02: Sehr gerne!
00:06:03: Weil das Kinderwollen über Autonomie und Verantwortung meint eigentlich nicht die Automie vom Kind oder nur sehr am Rand.
00:06:09: In diesem Buch ging es um Reproduktionsmedizin also um die Frage wie wir heute im einen zwentigsten Jahrhundert schwanger werden oder auch nicht?
00:06:20: Was verändert sich, wenn Kinder mehr und mehr zu Wunschkinder werden?
00:06:26: Zu Kindern, die man sehr bewusst einplanet, ihnen ein sehr durchtaktes Leben.
00:06:30: Aber auch in einer Zeit, an der viele Menschen sich ganz bewusst gegen Kind entscheiden.
00:06:35: Und damit vielleicht auch Solidarität bröckeln zwischen Eltern und Nicht-Älteren.
00:06:40: Das waren so etwas Fragen.
00:06:41: Wie weit dürfen wir in der Erfüllung eines ... Unerfüllte Kinderwunsch, also die ganzen medizinischen technischen Assistenzmöglichkeiten.
00:06:52: Das war der Fokus von diesem Buch.
00:06:55: Heute, wenn es um Autonomie geht ... Ich glaube schon, dass Emanuel Kant eigentlich sehr recht hatte, obwohl er selber kein Kind hat mit seiner Aussage, dass Kinder uns nicht gehören.
00:07:09: Er sagt, Kinder sind nicht unser Gemäcksel, sondern sie sind alleingeabt Und das eigentlich die wichtigste Aufgabe, die wir haben tatsächlich ist, Kinder in der Autonomie zu erziehen.
00:07:21: Wenn man sich das vor Augen führt, wird relativ schnell klar, dass jemand in der autonomie erzieht, heisst auch, dass es gegenüber, der hier wächst, immer wieder anzuschauen und zu beobachten, zu spüren und versuchen zu verstehen, was für eine Person das ist, wer am Schlüpfen ist und sich entwickeln kann – denn jedes Kind ist anders!
00:07:42: Zum Teil gleicher zu uns, zum Teil gar nicht.
00:07:44: Sie sind manchmal aufräumt und dann denken wir wieder genau so bin ich auch gewesen.
00:07:48: Und das bringt uns alles dazu denke ich als einfach immer wieder mit auseinanderzusetzen.
00:07:52: was braucht diese kleine Persönlichkeit die sich hier entwickelt?
00:07:56: Und das finde ich ist eine grosse Aufgabe auch etwas wahnsinnig schönes weil man so dabei sein darf.
00:08:02: Ich weiss noch Ich habe einmal einen Satz beim Woody Allen gelesen, der gefragt wurde, was ich eigentlich mache um einen erfolgreichen Filmemacher.
00:08:10: Und dann hat er gesagt... ...und das fand ich so lustig!
00:08:18: Das stimmt natürlich irgendwo durch, man hat nicht aufgerüstet und ist nicht dabei.
00:08:23: Aber ich finde es so ein guter Satz für die Elternschaft.
00:08:30: Und zwar wirklich der Beine.
00:08:32: Einfach aufmerksam an der Seite sein, zuzulassen, um sein.
00:08:37: Ich glaube das ist mega wichtig.
00:08:39: Ja, es gibt so eine schöne Botschaft an die Community von Malerlich und auch Zuhörerinnen und Zuhäuerern.
00:08:46: Und ich denke auch sehr entlastend ... Ich erinnere mich, dass sie noch jünger war als kleiner.
00:08:54: Es gibt ja so viele Informationen, was man alles sieht.
00:08:57: Babyschwimmen, Elternkindsingen usw.
00:09:00: Das finde ich sehr entlasting.
00:09:02: Und fast so ein wenig aus dem Hintergrund begleiten.
00:09:06: Natürlich kann man nicht am Hintergrund sein, dann muss man es auffahren, wenn sie runtergehen.
00:09:11: Hast du das auch schon, was deine Kinder-Kliessung entfunden?
00:09:15: Was hast du für Erinnerungen an die Zeit, in der Sie wirklich nach Leisung waren?
00:09:18: Ich kann gar nicht sagen, wie ich in der Welt gestanden wäre im Sinne, dass er mir jetzt irgendwie überlegt hat ... Wie ist es, besonders gut zu haben und das mit der Kind machen?
00:09:30: Ich kann mir nicht so sehr übersättige Sachen den Kopf zerbrochen.
00:09:33: Ich habe mir viel den Kopf zerbrochen können, was heisst, dass man bei uns ums Achtsprozenten sind.
00:09:38: Also heisst das hundertprozent und nicht mehr arbeiten gehen oder ein Hundertprozent arbeiten und am Abend sein.
00:09:44: Das war meine Frage.
00:09:45: Wie viel braucht es mich?
00:09:48: Wie viel von meiner Zeit braucht's?
00:09:49: Diese Frage fand ich von aller Anfänge schwierig.
00:09:53: Und die finde ich bis heute ... Ich würde nicht sagen, es sei immer schwierig.
00:09:59: Aber es ist eine Aufgabe, die man sich sehr bewusst stellen muss.
00:10:03: Ich bringe einfach gerne noch ein.
00:10:04: Ich konnte in einem Konzertium arbeiten, von verschiedenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die wir sehr interdisziplinär zusammengearbeitet haben.
00:10:13: Das ist der Think Tank für das Kind, was vom Kinderarzt Kisbi gegründet wurde, die quasi die Abteilung leitet für Entwicklungspediatrie.
00:10:24: Und dort haben wir ein Buch miteinander geschrieben, das heisst Kindheit eine Beruhigung alle miteinander.
00:10:31: Diese Botschaft war jetzt sehr wichtig.
00:10:33: In diesem ganzen Knudel-Modell von Angeboten nicht den Kopf verlieren, sondern sich auch klar machen.
00:10:39: Eltern sind natürlich in einer kapitalistischen Gesellschaft eine sehr willkommene Zielgruppe, weil man sie ja richtig macht.
00:10:46: Also tut man diesen Eltern Tausende von Angebot zu machen.
00:10:49: Produkte, die man kaufen kann, Gehörs, Bücher umzulesen.
00:10:54: Aber kein Kind ... Leiden darunter, dass es nicht richtig Nukke hatte oder das Holzspielzeug hatte statt Plastik.
00:11:01: Oder dass es in die Früh schwimmen gegangen ist statt ins frühe Chinesisch.
00:11:05: Das macht den Broten nicht weiss!
00:11:07: Es ist wirklich viel mehr ein Stück weit.
00:11:10: das was Kinder mitbringt... die gesamten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und wie wir als Eltern hier sein können.
00:11:17: Wie wir als Älteren da sein können, ist auch bei der Abhängung der gesellschaftliche Rahmenbedinger.
00:11:22: Ich denke immer wieder, dass wir nicht im luftleeren Raum älter werden.
00:11:26: Und die Elternschaft und die Kindheit, damit das gelingen kann, ist für mich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ohne Verantwortung von den Eltern wegzunehmen.
00:11:35: Es ist eine grosse Aufgabe.
00:11:36: Aber ich glaube, man lernt die Familien zum Teil zu viel allein.
00:11:40: Ja,
00:11:40: absolut!
00:11:41: Ja.
00:11:43: Und das würde ich ganz gerne in den politischen Abertsschwetsch fragen.
00:11:47: Ganz konkret, ich habe am Anfang aufgezählt, was du alles für verschiedene Prüfe hast.
00:11:54: Du machst viel und ... Ich kann mir vorstellen, dass die Bücher entstehen, moderieren und noch Kolumneren schreiben.
00:12:03: Wie hattest du das als Kind kleiner gewesen?
00:12:06: Alles unter einen Hut gebracht?
00:12:09: Nicht!
00:12:10: Sachen sind immer rausgequallen unter den Hutkrempen.
00:12:13: Dann habe ich einen grösseren Hut gekauft und genau ... Nein, das ist nicht einfach!
00:12:18: Das muss man auch nicht schönreden.
00:12:20: Ich habe weniger gemacht als Kindkli gewesen.
00:12:24: Ich hab Glück in einer Partnerschaft zu leben, bei der wir wirklich sehr gleichberechtigend unterwegs sind.
00:12:31: Ich weiss auch, dass für viele Frauen In einer Partnerschaft leben sich irgendwann nicht mehr so anfühlt.
00:12:39: Wir haben zwar mal abgemacht, wir arbeiten gleich viel und schauen gleich viel die Familienarbeit zu übernehmen.
00:12:46: Dann klappt es dann gleich nicht, im Fall klappt's.
00:12:49: Das ist sicher ein grosser Teil davon, dass Sachen möglich sind.
00:12:53: Ich empfinde das auch für unsere Partnerschaft als ein grosses Privileg, weil ich glaube, man hat einfach immer mehr Verständnis vornan, wenn man beide Seiten kennt.
00:13:03: Dann hatte ich auch Hilfe.
00:13:04: Ich hatte Eltern, die klein waren und Tante mitgepackt sind.
00:13:12: Und jedes Kind ist anders.
00:13:14: Ich habe gesunde Kinder dafür bekommen.
00:13:17: Kinder, die mehr oder weniger einfach durch die Kindheit durchgehen.
00:13:23: Wenn es Schwierigkeiten gegeben hat, hatte ich Arbeitgeber, die Verständnis ... wenn ich ausgefallen bin.
00:13:30: Ich habe das Gefühl, meine Rahmenbedingungen waren relativ günstig.
00:13:33: Sie sind nicht günstiger gegenüber meinem ursprünglichen Ziel.
00:13:40: Eigentlich wollte ich eine akademische Karriere verfolgen.
00:13:43: Das mit der Professur ist für mich eigentlich geschittert.
00:13:47: an dieser Tatsache, dass ich kleine Kinder hatte ... und nicht bereit war, ein Pendeln ins Ausland in Kauf zu nehmen.
00:13:55: Das kam für mich nicht infrage.
00:13:57: Für andere geht das?
00:13:58: Ich werde es auch nicht abwerten, wer sich für das entscheidet.
00:14:01: Für mich war es keine Option.
00:14:04: Es wäre jetzt ganz kettlerisch anders gewesen, wenn du nicht Mutter warst, sondern einen Vater wärst.
00:14:14: Die Rahmenbedingungen, die du beschreibst.
00:14:16: als Mann, hat man dort immer mehr Spielraum, habe ich das Gefühl.
00:14:21: Das glaube ich auch, man hat mehr Spielraum.
00:14:23: Man hat aber auch von der anderen Seite mehr Druck.
00:14:26: Ich glaube als Frau dürfen wir uns das nicht ausreichtlassen.
00:14:32: Als Frau wird ihnen akzeptiert, wenn sie sagt, dass sie es nicht machen kann und dass sie ein kleines Kind tun möchte.
00:14:37: Ich will für sie hier sein.
00:14:38: Als Mann hat man dann vielleicht schnell mal das Gefühl, was ist jetzt das für eine?
00:14:42: Da geht doch den Beruf vor!
00:14:45: Ich erwarte eigentlich von den Männern, dass sie sich mehr einsetzen und sich mehr engagieren für die Familie.
00:14:50: Ich sehe aber gleichzeitig auch, dass es auch Männer gibt, die das gerne möchten und nicht gleich viel Wohlwolle ihnen entgegenbracht werden.
00:14:58: Es gibt glaube beide Seiten?
00:15:00: Ja absolut.
00:15:01: oder auch Arbeitgeber, die es gar nicht möglich machen wollen.
00:15:04: Also wie es die Weltzeit pensum gar nicht für einen Mann
00:15:09: ist.
00:15:09: Gleichwohl muss ich auch sagen, dass ich viel mit meinem Mann über das Gerät gewitzelt habe.
00:15:14: Manchmal habe ich mich geärgert.
00:15:15: Wenn ich auf dem Spielplatz war und mich ausgetauscht habe mit den anderen Müttern meistens, und der meistens die Frauen waren vom Spielplatz, und sie haben gefragt, wieviel schaffst du?
00:15:24: Und ich habe gesagt, es sei bei der Reaktion meistens noch viel.
00:15:29: Der Subtext ist, es seien die armen Kinder oder du hast schon gar nichts
00:15:34: von den Kindern.
00:15:36: Wenn mein Mann genau das Gleiche gesagt hat, dann ist die Reaktion der Mütterin durchs Bandweg zu sein.
00:15:45: Du machst ein Pappetag, ich will mein Mann mich dir auch.
00:15:49: Das ist eine Unfärmessung.
00:15:51: Ich muss mich rechtfertigen und er bekommt wohlwollende Gegente gebracht.
00:15:57: Es gibt einfach die verschiedenen Gesichtweise darauf ... die Gleichstellung sind wir noch nicht an dem Punkt, den man ansetzt.
00:16:07: Ja, und wie fest ist das in der Köpfe drin?
00:16:09: Ich wurde wahrscheinlich etwas spätermutzt als du.
00:16:12: Und die Reaktionen waren immer noch dieselben.
00:16:13: Der Mann ist absolut held wenn er einen Papi Tag hat.
00:16:17: Als Frau kann man es fast nicht recht machen.
00:16:19: Das ist sehr eng.
00:16:20: Es ist zwischen vierzigundsechzehntig gut so okay zu arbeiten aber alles was drüber ist nicht gut und auch was drunter ist ... Du hast doch studiert und jetzt weiss du bist einfach daheim!
00:16:30: Wie bei vielen Sachen für Frauen ist ein sehr schmaler Grad, den wir spielen
00:16:36: dürfen.
00:16:37: Das
00:16:37: würde ich bestätigen.
00:16:39: Und was mich auch noch interessiert hat, ist, dass wir das ähnliche Leben in unserer Partnerschaft haben.
00:16:44: Beide haben ein ganzes Penz und beide auch ein ganzer Penz um den Heim.
00:16:51: Ist es für dich ein Weg?
00:16:53: Oder war das von Anfang an einfach klar?
00:16:56: Die Muster, also das was in der Köpfe ist, habe ich gemerkt.
00:17:00: Der berühmte Mental-Load.
00:17:01: Als Mama ist man die gleiche, die noch als Geburtstagsgeschenk denkt und merkt, dass die Gummistiefel zu klein ist.
00:17:06: Und ich muss jetzt sagen, nach zehn Jahren tunke sie mich.
00:17:10: Haben wir beide diese Schüler immer draussen aber es war so ein Weg dorthin.
00:17:14: Würdest du das auch so beschreiben?
00:17:16: Ja, ich würde das auch so beschreiben.
00:17:18: Ich muss sagen, dass mein Mann sich auch politisch engagiert für die Gleichstellungspolitik.
00:17:23: Das heisst er ist sehr sensibel auf diese Themen und interessiert sich dafür.
00:17:29: Aber ja, wir haben auch einen Weg zurückgelegt.
00:17:31: Ich finde aber auch mir Frauen müssen den Weg zurücklegen und ich möchte mit dem nicht sagen, die Frauen sind selbst schuld wirklich nicht.
00:17:37: Aber mir fällt schon auf, dass wir dazu tendieren, dann den Perfektionismus an den Tag zu legen wenn es um die Auswahl von diesen Kindergeburtstagsgeschenken geht oder vom Kuchen, das man mitbringt, wenn es Kind Geburtstag hat, dass jemand, der einen gekauften Kuchen mitbring, irgendwie Scheps angeschaut wird.
00:17:54: Da müssen wir einen Schritt machen und nicht so Urteilen übereinander.
00:17:59: Hier gibt es auf allen Seiten noch Korrekturbedarf.
00:18:06: Der Perfektionismus-Ablegen ist auch etwas zu ungunsten der Kinder, wenn die Gummistüfe klein sind und als Frau ... Das habe ich auch gemacht.
00:18:17: den Parler einfach in das Mess laufen und sagen nicht, es braucht noch einen Gummistiefel.
00:18:22: Er ist aber auch ein Kind zu Leidtragenden, der mit einem zu engen Gummestiefel in die Waldkita
00:18:28: muss.".
00:18:29: Ja, das finde ich gar nicht.
00:18:30: Es ist schwierig zu gehen.
00:18:32: Ich finde,
00:18:33: Kinder hätten die Leidtragenden nütend sein.
00:18:36: Wenn man merkt, jemand will es wirklich nicht reduzieren und man hat sie nicht super abgesprochen bevor die Kinder kamen.
00:18:42: Und es gibt Knarsch zwischen den Eltern.
00:18:45: Dann muss man eine subre Lösung finden, welche für ein Kind passt.
00:18:48: Das gilt auch wenn Kinder krank sind.
00:18:50: Das ist völlig klar.
00:18:51: Ein krankes Kind braucht Aufmerksamkeit.
00:18:55: Manchmal geht es dann, dass Grossmami kommen kann?
00:18:58: Manchmal geht es aber auch nicht.
00:18:59: Manchmal braucht ein Kind langfristig mehr Aufmerksamkeit.
00:19:03: Noch eine gibt es so viele Kinder, die spezielle Bedürfnisse haben und mit den Tagen in Abklärung mühen müssen, die Physiotherapie bringen müssen oder die Logopädie begleiten.
00:19:13: Das sind alles Dinge, die müssen gemacht werden und an dem dürfen nicht gesparten werden.
00:19:19: Jetzt würde ich gleich noch mal zurückkommen.
00:19:22: Du hast gesagt, der Eltern braucht andere Rahmenbedingungen ... Diese Schweiz ist nicht ideal gehalten.
00:19:29: Für uns als Freundbetreuung ist es sehr teuer und das ist ein Privileg.
00:19:33: Ich hatte das auch, wie du gesagt hast, eine grosse Eltern, die sehr engagiert waren und mit abhakt haben.
00:19:39: Wo sagst du da die Verantwortung?
00:19:41: Du hast schon etwas gesagt bei der Gesellschaft oder bei der Politik.
00:19:45: Magst du noch mehr darüber sagen?
00:19:47: Ja, da bin ich jetzt einfach ... wie alle, die zulassen.
00:19:51: Also da bin ich keine Spezialistin dafür und da verläune ich auch wirklich mein Feld der Philosophie.
00:19:56: Da bin ich einfach Bürgerin und Mutter des Kindes.
00:19:59: Und finde tatsächlich natürlich ist Kinder in der Statssache überkommen.
00:20:03: Das wird dann am X-Bösartigen so interpretiert.
00:20:06: Kindsige Privatsachen.
00:20:07: So wie eine Frage, ob man ein Haustier hat oder ein Auto, das ist auch eine Privatsache.
00:20:11: Dann muss man selber dafür schauen, dass man einen Parkplatz hat oder den Hund nicht beisst.
00:20:17: So muss man selbst zu den Kindern schauen.
00:20:18: So einfach ist es eben nicht.
00:20:20: Wir wissen, dass wir das Gesellschaft auf Kinder angewiesen sind.
00:20:23: Wir brauchen Nachwuchs und laufen in einen brutalen Fachkräft im Angelinen gerade.
00:20:28: Ich finde insgesamt die Kinder bereichert der Gesellschaft auch.
00:20:33: Es ist ein Menschenrecht, eine reproduktive Freiheit in Anspruch zu nehmen.
00:20:37: Gleichzeitig sind Kinder hier und zählen die Chancengleichheit erfahren.
00:20:41: Kinder, die Eltern haben, die überhaupt keine Zeit für sie haben, haben schlechte Chancen.
00:20:46: Das sind lauter Faktoren.
00:20:48: Chancegleichheit, reprodukte Freiheit ... Ich muss sagen, es ist relativ klar, dass der Staat sich überlegt, wie einer unterstützenden kann zur Seite stehen.
00:20:59: Wir haben natürlich gewisse Unterstützungsangebote.
00:21:02: reduzierte Tarifen für Kitas, aber auch zu wenig.
00:21:07: Ich glaube es ist zum Teil ein gesellschaftliches Umdenken.
00:21:10: Ich finde es sehr interessant, was sich in Universitäten wirklich verändert hat.
00:21:15: Ein Gebiet, das ich jetzt gut kenne und noch studiert habe und meine Doktorarbeit geschrieben habe ... hat das Kolokion ganz selbstverständlich noch am Sechsang angefangen und war am achte Fertig.
00:21:27: Und dann ist man zu Bier trinken, und wer nicht zum Bier ging, hat halt irgendwie auch die informellen Gespräche verpasst, wo einerseits die lässigen Gesprächen waren aber auch die, die man oft noch Sachen erfahrt, die wichtig sind.
00:21:40: Es hat genug gebraucht, genug Leute, die Kinder hatten.
00:21:44: Ich war damals ein Väterflur alleine und sagte, es geht für mich nicht.
00:21:49: Mittlerweile, wenn ich so etwas umlassen habe, ist es eigentlich ein Nau-Gaul an der Uni Nokologhüt zu machen am Abend um sechs Uhr.
00:21:55: Die sind mittlerweile alle am Führung.
00:21:58: Das ist ein Umdenken, ein Umstellen, in dem ich glaube, dass viele Arbeitskontexte eine Möglichkeit sein würden, die man wirklich genauer anschauen müsste.
00:22:09: Wenn macht man Wovien Sitzungen?
00:22:12: Oder wie du vorhin erwähnt hast schon deine Selbstverständlichkeit oder das man darf ... Mein Mann schafft im Museum für Kommunikationen in Bern und es war sehr lange schwierig mit diesem Homeoffice.
00:22:24: Heute ist meine Tochter krank.
00:22:27: Morgen sagte ich, klar, du musst durch.
00:22:29: Ich bleibe daheim und es war schon ein Weg dorthin.
00:22:36: Wie du sagst, das Umdenken in euren Institutionen ... Ich glaube wir sind auf dem Weg, aber ja... Es ist noch ein Wegstück vor uns.
00:22:46: Aber wir gehen jetzt zurück, du hast vorhin gesagt, wir verlassen das Gebiet, wir gehen ins Gebiet.
00:22:50: Etwas, was mich wundernimmt ... Du hast vorher in Manuel Kant zitiert, der sich offenbar auch schon über Elternschaft Gedanken gemacht hat.
00:22:57: Deine schriftlichen Werke, also deine Bücher, da gibt es einige, die sich um Elternschaft und Kindschaft drehen.
00:23:03: Ist es eigentlich etwas Neues oder etwas Altes, dass man über Elternchaft philosophiert?
00:23:08: Das ist eine sehr gute Frage!
00:23:11: Über älteren Schaft, also was ist eigentlich die Idee von Ältere schaft?
00:23:17: Bisher zur Frage, was es eigentlich begründet ältere Schafte.
00:23:20: Das ist in ein neueres Gebiet.
00:23:23: Weil natürlich älteren Schaften lange Zeit ... Eigentlich das war schon, man würde jetzt sagen ist Mutterschaft.
00:23:30: Also die ganze...
00:23:31: Die Pflege, so zu sagen, fürsorgt.
00:23:34: Das waren die weiblichen Gebiete und dort hatten Philosophie sehr wenige Zuchen.
00:23:38: Man hat über Erziehung schon früher philosophiert.
00:23:42: Dort ist es aber ein Stück weit ... Das ist oft auch darum gegangen, gerade in der Antike.
00:23:47: Wie erziehen wir Menschen zu guten Bürgerinnen und Bürgern?
00:23:51: Damit die Gesellschaft wiederum etwas davon hat.
00:23:53: Bis hin beim Platon, das sogar den Vorschlag im Raum gestanden ist, dass man Kind von der Familie wegnimmt und Erziehung im Staat übergeben kann, um möglichst guter Nachwuchs zu produzieren.
00:24:05: Es ist ihnen neuer, dass sie so umfassend über eine Elternschaft denken.
00:24:10: Und die Frage, was Eltern überhaupt begründet ... Erst wurde wirklich eine Frage seit der modernen Reproduktionsmedizin.
00:24:19: V.a.
00:24:20: die Mutterschaft war zumindest immer schon klar, es gibt den alträumischen Ausspruch Materssen per Kertaest.
00:24:27: Die Mutter ist immer sicher, wie sie gebärende Frau ist.
00:24:30: Jetzt wissen wir mit Einzelspenden und Lehmutterschaft gerade das Wanken.
00:24:34: Und plötzlich fragt man sich mehr um mehr was begründet eigentlich Elternschaft?
00:24:38: Sowohl was Recht auf Elternschaft anbelangt als auch was Pflicht zur Älterenschaft anbelangt.
00:24:45: Bis zu welchem Alter vom Kind darf ich das sagen?
00:24:48: Ich kann es jetzt ausprobieren, es gefällt mir nicht so.
00:24:51: Darf ich sie wieder abgeben?
00:24:52: Das geht nur sehr früh.
00:24:55: oder dass man ein Kind noch zur Adoption freigegeben
00:24:57: kann.
00:24:58: Ja, das erinnert mich gut an etwas, was du auch in dem Leben schreibst.
00:25:06: Dass man erst weiss ... Wenn man das Erfahrung hat, oder schon von Lebenserfahrung, wo man wirklich am eigenen Leib muss erfahren.
00:25:15: Ich weiss nicht, ob es in diesem Zusammenhang ist?
00:25:17: Nein, ich glaube, es ist im Zusammenhang mit Röhen, Bedurren und bei Valensky, der auch Regretting Motherhood erwähnt.
00:25:23: Jetzt sind wir mal ehrlich, Community.
00:25:25: Übrigens auch Regretting Fatherhood ein Thema, das sehr regend diskutiert wird.
00:25:30: Was macht man da?
00:25:32: Also älteren Schaft ist recht unwiederruflich ... was macht man, wenn man merkt... Es gefällt mir doch nicht so.
00:25:39: Ich bin vielleicht doch nicht die richtige, um Mutter zu sein oder nicht der richtige, für Vater zu
00:25:42: sein.".
00:25:44: Also was man hier macht ist im Grunde noch eine psychologische Frage?
00:25:47: So Menschen brauchen in erster Linie Ansprechpersonen und Unterstützung.
00:25:53: Und ich halte nichts, aber gerade gar nichts davon mit heimischer Kritik über solche Leute Herzen ziehen.
00:26:00: Das ist ganz ein grosser Schmerz und es ist wichtig, dass wir über das Thema Rett enthabilisieren.
00:26:08: Mir geht es im Bauen darum zu sagen, dass man sich entscheidet für etwas oder auch gegen etwas, das man gar nicht so recht weiss, was die Entscheidung mit dem macht.
00:26:27: In der Philosophie rett man auch in diesem Zusammenhang von sogenannten transformativen Erfahrungen.
00:26:32: Manchmal wendet sich das zum Guten, es gibt die schöne Geschichte des kleinen Lords.
00:26:38: Eine Romanverfilmung, die oft an den Weihnachten läuft und immer zu tränen rührt.
00:26:43: Von einem ganz verhärmten alten Mann, dem Kinder schrecklich finden.
00:26:47: Dann bekommt er sein Enkelkind quasi ins Haus geschneit und kümmert sich dann mit der Zeit wieder willen ... und verändern sich zum Guten.
00:26:56: Man merkt, es gibt auch für ihn kein größeres Glück als das Kind.
00:27:00: Das ist also die gegenseitige Erfahrung wie regretting modernhood.
00:27:04: Da kommt jemand eigentlich wieder Willen zu einem Kind und merkt dann, dass er das Beste hätte können passieren.
00:27:11: Und mir geht's vor allem darum zu sagen Es ist falsch wenn wir uns einredet Wenn man zurückkommt oder könnten wir nur noch mal zurück Dann würden wir anders entscheiden.
00:27:23: Diejenigen, die wir da waren, sind nicht die gleichen, die heute mit dieser Erfahrung sind.
00:27:28: Das heisst, die Erfahrung verändert uns oft tiefgerüffend.
00:27:33: Erfahrungen sind nicht wie Kleidungsstocks, wo man abzieht, wenn sie beißen oder zu Hause sind und es ihnen gefallen.
00:27:39: Sondern die erwachsen damit alles, werden wie zu einer zweiten Haut.
00:27:43: Und irgendwie müssen wir lernen mit diesen Leben.
00:27:46: Hier hilft wirklich nur, wenn's nicht passt, die Reue zuzulassen!
00:27:52: und sich zu überlegen, wie ich jetzt mit dieser Situation umgehen
00:27:55: kann.
00:27:55: Das ist ein sehr schönes Bild.
00:27:56: Die Haut, die man mit dem erwacht oder diese Erfahrung, das man mit diesem erwacht.
00:28:00: Und hier finde ich es sehr schön, dass du siehst, die Räume zuzulassen, also den wir Raum geben zu können, weil meine Erfahrung ist schon, es transformiert erst wenn es etwas Platz hat.
00:28:09: Oder wenn man sich so eine Schublade quetscht ... Ja, dann ist einfach weh... eingesperrt und vermodert dort.
00:28:16: Und jetzt muss ich aber schnell einen Eindruck korrigieren, weil Mitte des Lebens ein sehr positives Buch ist.
00:28:21: Ich möchte sagen es ist überhaupt nicht ein Midlife Crisis Buch wie man das ja schnellen Mal assasieren könnte.
00:28:27: also ich glaube du siehst so oft viele Bücher oder... Immer für Informationen, die sich mit der Lebensmitte befassen haben sofort den Touch von Mitlife Crisis.
00:28:37: Aber das ist dieses Buch überhaupt nie.
00:28:39: Es zeigt eigentlich ganz viel Vorzeug auf dieser Lebensmite ausser oder vielleicht unten.
00:28:46: Es gibt einen grossen Teil, wo du über die Röhe und Bedeutung auch als Gegenüberstellung redest.
00:28:52: Du sagst, röhe ist viel mehr etwas, was man selbst verschuldet hat, also was man selber wie ein Beitrag hat.
00:28:58: Und bedurig kann man nur etwas ... Ich hatte keine Einfluss darauf, die ihm einfach widerfahren ist.
00:29:05: Du hast vorher erwähnt, dass du gerne akademische Karriere hättest eingeschlagen.
00:29:12: Das hat sich aber wahrscheinlich ergänzt und du beim SRF bist gelandet.
00:29:15: Ist das etwas über euch oder was du bedaust?
00:29:17: Jetzt muss ich ohnewählen irgendwie eine Übergriffe für schnell einen Eindruck korrigieren.
00:29:24: Es ist eine andere Unterscheidung zwischen Bedouren und Bereuen, die mich interessiert.
00:29:28: Es ist so, dass tatsächlich Treue die bitterere Erfahrung ist wie das Bedoure.
00:29:34: Aber es geht nicht zu sehr um die Frage, ob ich diese Person verschuldet oder verbosget habe.
00:29:40: Sondern es geht mehr darum ... Ist es etwas, was ich wirklich sagen könnte sein, würde ich sie ändern?
00:29:47: Und wenn wir z.B.
00:29:47: einen Fehler machen auch jemandem gegenüber, also jemanden unrechtdauernd, dann wollen wir alle Regeln, wenn man das bereuert.
00:29:56: Dass wir es nicht gemacht hätten und sagen, etwas könnte man zurück, dann würden wir's nicht so machen.
00:30:02: Das gilt im eigenen Leben.
00:30:04: Es gibt solche Sachen, wo wir wirklich denken ... Ich war aus der Spur und es ist nicht gut, was ich gemacht habe.
00:30:10: Ich kann das helfen zu verstehen, dass wir viele Dinge gar nicht vor den Weg nehmen können, weil wir uns erst verändern, indem wir es tun.
00:30:17: Bedauern hat eine feinere Erfahrung und die hat viel mehr damit zu tun dass man wahrscheinlich gar nicht sagen könnte, zurück würde ich es anders machen.
00:30:27: Sondern dass wir vielmehr einfach gesagt haben, wir wollen in aller Regel mehr wie das Platz im Leben hätte.
00:30:34: Und von dem können wir vielleicht auch mit einem Bild sagen, der mir sehr gefällt vom Platon.
00:30:39: Er sagt ... Wenn man sich ein schalen Tier vorstellt, also einen Hummer oder eine Langustine, dann will das Viech nur fressen und schlafen?
00:30:49: Und Fressen und Schlafen hat in jedem pleben Platz.
00:30:52: Also gibt es nichts zu bedauern für so ein schalen Tier.
00:30:56: Wir Menschen haben aber ganz viel Sehnsucht, und weil wir so viel Seahnsucht haben, passiert es uns dauernd, dass nicht alle Richtungen losgehen können.
00:31:06: Und lange Zeit sagen wir dann einfach, das machen wir später.
00:31:09: Jetzt machte es keinen Platz, lange Ferien.
00:31:12: Jetzt ist nicht Zeit, wo ich immer ausschlafen kann.
00:31:14: Aber später dann.
00:31:16: Und in der Mitte des Lebens, die oft so eine Bilanzierungsmomente aufkommt, merken wir vielleicht, man könnte nicht alles verschieben.
00:31:22: Gewisse Sachen werden nicht eintreten.
00:31:27: Das bedeutet aber nicht, dass sie schade finde, wie es gelaufen ist.
00:31:32: Da sind wir bei meiner Erfahrung ... Meine Arbeit, die ich jetzt machen kann, ist nicht einfach Fotos de Mieux und hätte nur Professorin werden können.
00:31:41: Dann hätte ich jetzt nicht das Fernsehen machen müssen.
00:31:43: So ist es definitiv.
00:31:44: nein!
00:31:44: Ich empfinde meine Arbeit als ein riesengroßes Privileg.
00:31:47: Ich mache es wahnsinnig gerne.
00:31:49: Ich habe sehr viel gelernt und viele Möglichkeiten mit vielen interessanten Personen in dieses Gespräch zu kommen.
00:31:57: Von daher ist das auch gut gelaufen.
00:31:59: Und trotzdem denke ich manchmal, es wäre halt auch noch schön gewesen.
00:32:02: Aber es hat einfach nicht alles in einem Leben Platz.
00:32:06: Und von demher ist es ... Es bedurte aber ein leisliches Bedurten und eines, was damit zu tun hat, dass mein Leben zu kurz ist um alles unterzubringen, die mich gelostet.
00:32:18: Und jetzt hoffe ich, dass ich nicht überprüfig bin, also bei Mitte des Lebens.
00:32:23: Das schieben wir immer wieder so durch.
00:32:26: Du hast die Fähigkeit, dich an dem zu freuen, wie du es bestätigt hast.
00:32:33: Du hattest nicht andere Menschen, aber vielleicht mitten des Lebens oder später eine Zerknirschtheit.
00:32:39: Man kann sich auch in diesem Viper irren, dass man in der Räuhe und das Dreidner immer wieder hätte.
00:32:45: Ich will, es wäre anders gelaufen ... Hast du das Gefühl?
00:32:51: Die Natur der Menschen, also die Akzeptanz und die Anpassungsfähigkeit oder ist das so etwas, was man lernen kann?
00:32:57: Was man üben
00:32:59: kann.
00:32:59: Insgesamt glaube ich, es ist natürlich einfacher nicht zu bereuen und zu bedauern, wenn's Leben mehr oder weniger gut rauskommt.
00:33:08: Und ich bin im Film ein Glückspilz.
00:33:11: Also mein Leben hat bis jetzt nicht so viel ... Es gab Schattenseite im Sinn, dass es massiv Dinge gibt, die schlimm schief gelaufen sind.
00:33:26: Es ist sicher einfacher nicht so sehr ins Bereuen zu kommen, grundsätzlich zufrieden zu sein.
00:33:31: Ich betone in diesem Betreffenden Kapitel aber auch, dass neben Reuen und Bedouren ja auch so Gefühle gibt wie Stolz- und Tankbarkeit.
00:33:40: Also man kann ja zurückgucken und sich überlegen was ist gut gelaufen?
00:33:43: Was ist schön in meinem Leben?
00:33:45: Für was bin ich dankbar?
00:33:47: Und Tankbarigkeit ist wie die demütige Schwester des Stolzes.
00:33:51: Der Stolze sagt im Grunde noch, ich kann mir auf die Schulter klopfen, was ich alles geleistet und erreicht habe.
00:33:56: Dankbarkeit ist demütig und sieht bei alldem, wo es gelungen ist ... hat es auch das Glück gebraucht.
00:34:03: Es hat andere Leute gebrauchen, die es gut gemeint haben und gute Fügungen gebrauchten.
00:34:09: Das ist wichtig, dass man nicht nur das Negativen sieht sondern auch das Positiven.
00:34:13: Und in diesem Positiv nehmen wir nicht nur darum, was sich selbst zu rechnen kann.
00:34:17: Sondern immer auch gesehen gibt es eben andere, die weniger Glück haben.
00:34:22: Das macht einem auch, finde ich, ein bisschen sensibler für Fragen der Gerechtigkeit wiederum.
00:34:28: Und das ist mir sehr wichtig!
00:34:30: Aber für Daniel nachzuhagen, wie ich beobachte, dass man das Mengen nicht entscheiden kann.
00:34:35: Oder wie glashalbvoll oder haublehrt man sieht.
00:34:38: Sondern dass es vielleicht etwas der Veranlagung ist.
00:34:41: Vielleicht auch mehr in der Nurture.
00:34:44: Also was man vorgelebt hätte bekommen.
00:34:47: Ich weiss, du siehst oft die Philosophie beratet nicht aber... Wäre das vielleicht die Rat, mehr Dankbarkeit zu kultivieren als Antidote?
00:34:58: Wenn man nicht so aus dem ... Es ist so negativ.
00:35:02: Also Dankbarkeit kultivieren ist sicher etwas ganz Wichtiges.
00:35:05: In allen fernöstlichen Weisheiten spielt das ganze grosse Rollen und im Übrigen auch die Philosophie, den Zitzerot zum Beispiel einen römischen Philosophe sagt Dankbarität ist die erste Tugend.
00:35:18: also von dem her ich glaube das wissen wir übrigens auch der Psychologie.
00:35:21: dankbare Menschen sind der Tendenz noch glücklichere Menschen.
00:35:24: also von diesem her ja Dankbarke Kulturen ist eine gute Sache.
00:35:28: Es gibt etwas Zwei, das mir wichtig ist.
00:35:30: Die Philosophie lernt einem auch einen sehr umfassenden Glücksbegriff zinternalisieren.
00:35:38: Mit Glück meinen wir in der Philosophien nicht einfach happy life.
00:35:41: Wir meinen nicht einfach schenkelklappend superglücklich in den Hängenmatten und nur Sonnenseiten.
00:35:48: Sondern ein glückliches Leben versteht man in der philosophischen Ersterlinie als ein glücktes Leben.
00:35:54: Und ein Glück zu leben ist eigentlich das Leben, in dem wir als Menschen voll zur Empfaltung kommen.
00:36:00: Wir alle wissen, dass Mensch sein heisst nicht nur happy sein, schmerzfrei sein, vergnügt und lustig sind.
00:36:11: Vielmehr heisst es auch traurig sein, verzweifeln, hadern den Schatten wahrnehmen.
00:36:19: Warum?
00:36:19: Weil das immer auch Kierseite sind von starken positiven Gefühlen.
00:36:25: Also wer wirklich liebt und mit voller Leidenschaft sich nicht mehr reinhängt, egal ob in einer Beziehung oder in ein Projekt, der riskiert sich immer auch.
00:36:33: Sachen können schittern, Tosen gehen, Menschen können verlassen, Menschen sterben ... Und dass alles bedeutet, dass es immer die Schattenseite gibt des Investments, wie man Neudeutschen sagt, wo wir an den Tag legen.
00:36:48: Und darum würde ich schon sagen, die Philosophie zeigt dann vielleicht auch ein wenig das halbvolle Glas und das halbleere Glas.
00:36:53: Das ist halt wirklich eben ... Die beiden Seiten des Glas!
00:36:57: Und das glückte Leben ist das ganze Glas.
00:37:00: Und das hilft mir persönlich.
00:37:03: Also eigentlich dieses Fühlen... Es kommt aus der Psychologie.
00:37:10: The good news is you feel more, the bad news is You Feel More.
00:37:14: Wenn man die guten Gefühle will und die Glücksgefühl bereit ist in die andere Seite zu fühlen, weil es wie ein Muskel ist, das man in beiden Richtungen wie Tenir finde sehr schön.
00:37:27: Und was sie schon auch finden ... Ich habe jetzt im Kontext von diesen ganz vielen Lesungen, die ich mit meinem Buch mit des Lebens immer wieder diese Frage habe.
00:37:36: Ist das nicht eine sehr privilegierte Sicht?
00:37:38: Dass man angeht und sagt, die Mitte vom Leben ist eigentlich die beste Zeit!
00:37:42: Weil wir einerseits schon so viel Lebenserfahrung haben können akkumulieren... ...und andererseits auch noch voll im Saft stehen eigentlich.
00:37:51: Also wir haben immer noch die Möglichkeit vieles zu ändern.
00:37:54: Man könnte nochmal neue Ansätze, nicht in allem aber in einigen Und wir sind noch nicht, vielleicht zwar noch lebenserfahrene, wie wir sind mit den Achtzten oder Nünzen.
00:38:04: Aber wir sind an dem Punkt, wo wir sagen müssen, dass die Leute fast nicht mehr viel leben vor uns und man kann auch nicht mehr so normal umsteuern und haben einfach nicht mehr Kraft.
00:38:15: Immer wieder kommt dann, aber es ist eine privilegierte Sicht.
00:38:18: Es gibt auch Leute, die gar nichts haben und können gar nichts neu entscheiden.
00:38:22: Das stimmt!
00:38:23: Aber diese Menschen, die Lesungen kommen, sind nicht sie.
00:38:25: Nein...
00:38:27: Ich glaube, das Ausweichen kann doch gar nicht.
00:38:31: Gegen das schreibe ich auch ein wenig an.
00:38:33: Ich finde, Erwachsenen zu sein heisst auch Verantwortung über den verseigerten Leben.
00:38:39: Und aus dieser Opferrolle herausfinden und Turen zu sagen, das Leben hat es mit mir nicht gut gemeint ... Ich habe immer Pech, die anderen waren gemeinsam.
00:38:48: Nein!
00:38:48: Dann bewegt sie.
00:38:50: Es gibt diese relativ stupide Postkarte mit einem Baum drauf, wo steht Move?
00:38:54: You are not a tree.
00:38:56: Und das stimmt.
00:38:57: Wir können uns bewegen.
00:38:59: Es ist schön wenn wir Wurzeln haben.
00:39:00: Wurzelen haben uns die Möglichkeit so etwas wie eine Bleibefreiheit zu empfalten.
00:39:05: Das ist auch ein Begriff von mir sehr wichtig, der Philosophin Eva von Redeker.
00:39:10: Wir sind auch, wenn wir Freiheit haben.
00:39:12: Wir sind frei, es ist eine Freiheit unses Währchen zu packen und zu gehen.
00:39:19: Das ist eine gute Überleitung.
00:39:21: Ich finde, du erwähnst sehr schön die drei Güter der Lebensmitte und sie sind Lebenserfahrung, Kenntlichkeit und Fähigkeit zur Distanznahme.
00:39:31: Und das ist zum Beispiel etwas, was nicht vor einem Privileg ... Abhängen.
00:39:36: Unsere Reflektionsfähigkeit, unsere Selbstkenntnis... Aber vielleicht, weil wir nicht alle ins Buch gelesen haben, magst du noch etwas zu den drei Lebensgütern sagen und dir erklären?
00:39:47: Ja aber danke, dass du es so eingeführt hast, denn das ist genau der Punkt.
00:39:50: Das sind eigentlich Sachen, die erst mal unabhängig sind von unserer Situation.
00:39:55: Und Lebenserfahrung ist für mich einfach wie Schuppe von Augen gefallen, die ich in dieses Buch geschrieben habe.
00:40:00: Es gibt unglaublich wenig über Lebenserfahrungen!
00:40:04: Die Philosophie ist der Begriff komplett unterbelichtet.
00:40:09: Das finde ich darum interessant, weil es so etwas Fantastisches ist.
00:40:14: Einer der Gründe, warum mich das Buch geschrieben hat und den Untertitel der besten Jahre, ist genau, dass ich mich gefragt habe, warum man in die antiken Philosophien ... Zum Beispiel bei Maris Toteles betont, dass die mittleren Jahre eigentlich blühte Zeit sind.
00:40:31: Und wieso reden wir mittlerweile vor allem von der Mittelerjahre als eine Krisezeit?
00:40:36: Die Spannung wollte ich auflösen und ich glaube es hat etwas damit zu tun, was wir aufgehört haben, mehr darüber nachzudenken, zu was man eigentlich erblühen oder anwachsen wird und was das für eine grossartige Bewegung ist, dass man eben Erfahrungen sammeln kann... Das sind ja lauter Erfahrungen, die man nicht in der Schule lernen kann und mit keinem Lehrbuch beiträgt werden können.
00:40:59: Man muss es durchleben.
00:41:01: Wenn man verstehen möchte, was liebenskommend oder heimlich ist, dann kann man das nicht nachlesen.
00:41:06: Man kann sich jemand fragen... ...oder Chatshipiti?
00:41:09: Nein!
00:41:10: Die
00:41:11: Schercibti wird mir eine Antwort geben und möglicherweise nicht einmal eine Dummi, aber es geht eben nur um Erfahrungen, die körperlich sind.
00:41:19: Wo man wirklich durchleben muss.
00:41:21: Und darum können wir in anderen Erfahrungen auch nicht abnehmen!
00:41:23: Ich werde so oft gefragt was ich meine Kinder mitgeben.
00:41:27: Ich denke an wenige konkrete Sachen.
00:41:32: Ich halte mich extrem zurück mit Tipps sei denn sie fragen.
00:41:36: Aber ich glaube so viele Sachen müssen wir selber erfahren.
00:41:41: Und das zweite Gut ist vielleicht ein Stück weit Erfahrung mit uns selber zu gewinnen.
00:41:45: Also diese Kenntlichkeit, damit es tut, dass wir zuerst mal herausfinden müssen was sind wir eigentlich selbst für die Tiere?
00:41:53: Welches Habitat ist unseres?
00:41:55: Wo leben wir gerne, und mit dem meine ich nicht nur eine Ortschaft oder eine Form von Behausung.
00:42:01: Sondern auch in welchen Kontexten?
00:42:03: In welchen beruflichen Kontext?
00:42:05: Welche Freizeitbetätigung tut mir gut?
00:42:08: Welchen Freundeskreisen kann ich gedeihen?
00:42:11: Also sich selbst kennenlernen ist so ein Gut.
00:42:15: Ich mag mich sehr gut erinnern, dass ich im Laufe des Lebens mich zum Teil auch in Peer-Groups ... die wir nicht gut haben.
00:42:23: Das musste ich erst lernen.
00:42:26: Und das Dritte ist die Distanznahme, man kann es sehr einfach geben.
00:42:29: Es leuchtet jedem ein.
00:42:30: Ein Gefühl der Brei wird immer gekocht wie gegessen, wie man so schön sagt.
00:42:38: Die anderen können noch lange gross reden und einem warnen, was ich nicht alles mit der Zeit weiss.
00:42:46: Nicht so schnell muss ich irre machen lassen und dass man darauf vertrauen darf, dass es schon gut kommt.
00:42:52: Und dass man aber auch nicht das unglaubliche Spektakel ablassen muss, wenn etwas gelingt.
00:42:57: Am Ende des Tages ist es ein bisschen ironisch zum ganzen auch hilfreich.
00:43:01: Ja,
00:43:02: und es ist ja banal, aber es stimmt!
00:43:04: Es kommt wirklich mit dem Alter einfach mehr ... Manchmal ist es sich selbst gegenüber.
00:43:11: Ich finde es spannend, dass man mehr zu der eigenen Beobachterin wird und die Emotionen hochkocht.
00:43:18: Dass man das E-Mail in den Entwürfen abspeichert und wartet bis am Nächsten morgen.
00:43:24: Sehr gut zum
00:43:24: Beispiel?
00:43:25: Ja.
00:43:26: Vielleicht ist er nicht so dringend oder relevant.
00:43:29: Oder man kann sich etwas sachlicher formulieren.
00:43:33: Und man will nicht missen ... ... der Liebesbrief nach dem Zwölfe mit dem Velo.
00:43:43: Weil man das Glück hat, es ist so dringend!
00:43:46: Die Dringlichkeit, die das Leben hat, ist ja auch gut... Aber Sachen können ruhig lassen und nicht gerade müssen dreischüssen.
00:43:55: Das ist etwas, was wir im Laufe des Lebens lernen.
00:43:57: Ja,
00:43:57: absolut.
00:43:57: Und das macht mich dankbar.
00:44:02: Wie du siehst, war es wunderschön.
00:44:04: Manchmal ist es sehr anstrengend, als junge Person zu führen.
00:44:07: Aber es ist schön, wenn man abküchern konnte und man oft ein bisschen bedachter reden und handeln kann.
00:44:14: Vielleicht weniger verletzend ist zuerst.
00:44:16: Wir haben ja schon ein paar Mal ... Du hast das so gesagt.
00:44:22: Das wäre Mitte des Lebens auch etwas bilanziert.
00:44:26: Du siehst in deinem Buch auch, man ist manchmal so an dem Punkt, wo man denkt, jetzt habe ich so viel erreicht.
00:44:32: Was jetzt?
00:44:33: Und dass viele erreichen hat damit zu tun, dass die Lebensmittel sehr busy sind.
00:44:39: Man spricht ja von der Rush Hour des Lebens und du hast mir in deinen Buch zwei wunderschöne Begriffe geschenkt, die ich glaube für immer wieder mitnähe.
00:44:47: Nähme ich das tälische und das atelische Leben.
00:44:50: Vielleicht packst du es erst mal einordnen, was das heisst und stelle noch eine Anschlussfrage.
00:44:55: Ich kann mir vorstellen, dass es für dich neu liegt.
00:44:58: Du bist auch eine Yoga-Lehrerin und dort geht es viel um das sogenannte Athelische.
00:45:04: Die Begriffe kommen ursprünglich vom griechischen Begriff Telos,
00:45:09: d.h.,
00:45:09: das Ziel ... Und Thelisch meint, zielfokussiert im Leben steht oder durchs Leben geht.
00:45:15: Und atthelisch nicht zielfocused sondern eben sehr mehr der Fokus auf den Moment.
00:45:22: Auf das wobei glückend ist ihm hier und jetzt!
00:45:26: Man kann es ganz gut verstehen, wenn wir uns vorstellen, dass das Leben sehr lange aufgebaut ist wie eine Karriere.
00:45:32: Man spricht amigste der Philosophie oder auch der Psychologie vom Career-Life und man lebt sehr lange.
00:45:40: Viele Leute haben das ganze Leben lang unterwegs.
00:45:43: Das Eindruck, alles, was ich erreiche, kommt immer gleich zunächst an.
00:45:48: Wenn man jung ist, muss man die Schule abschliessen, dann muss man eine Ausbildung abschließen.
00:45:53: Dann gibt es für jemanden, der die Frage stellt, wann man nicht zusammenzieht.
00:45:59: Dann gibt's für jemandem, der will eine Familie gründen.
00:46:01: Dann kommt einfach das erste Kind auf die Welt.
00:46:03: Man muss sich fragen, ob man sich weiterbildet.
00:46:06: Das ist eigentlich immer wieder etwas Neues und das ist wie ein Stecken.
00:46:11: Irgendwann kommt den Moment, in dem ich das Gefühl hatte, dass ich steigertritt, umsteigertritt, umstegertritt aufwärtsgegangen bin oder zumindest vorwärzt.
00:46:20: Und nie gab es diesen Moment ... dass ich dann wirklich zufrieden war.
00:46:25: Sondern kaum habe ich das nächste, kommt schon wieder das Gefühl um was kommt jetzt als nächstes?
00:46:30: Und das will das begriffensbare einfahren... Es ist ein Begriffsbaar, das Kirin Setia eingeführt hat.
00:46:37: In seinem Buch «Midlife Crisis», eines der ganz wenigen philosophischen Bücher, die es noch gibt zum Thema.
00:46:45: Er schreibt auch, wie er plötzlich feststellt, er machte eine Riesenkarriere und ist trotzdem nicht zufrieden.
00:46:51: Und er erklärt sich dann eben so, dass er das Abteilische wieder ins Leben holen muss.
00:46:57: Nämlich Sachen machen um ihr selbst willen.
00:47:00: Also wieder Fokus ändern!
00:47:02: weil ich jetzt gerade suche, damit ihr seht wie die Hall meine Wohnung ist.
00:47:07: Sondern weil es mir gerade ums Aufraumen zu mutt ist und was man jetzt gerade irgendwie gut tut... Ich verstehe das nicht für alle Leute ein gutes Beispiel.
00:47:16: Ich muss sagen, ich raume recht gerne auf.
00:47:19: Aber zum Beispiel Sport treiben ist ein grosser Unterschied.
00:47:22: Ich gehe auch gut schocken dass Energie in mir drin ist, um zu verreblen.
00:47:26: Und ich habe Lust schon anlegen und Lust zu joggen.
00:47:29: Oder gehe ich auch wieder joggen, weil es heute noch auf meinem Plan steht.
00:47:32: Ich muss noch die Kalorien verbrennen oder ich bin am Trainieren auf dem Halbmarathon.
00:47:36: Oder ich habe irgendwo gelesen, wenn man nicht jeden Tag so viel Schritt macht, dann wird man krank!
00:47:42: Es ist eine ganz andere Perspektive.
00:47:45: Also Sachen, was ihr selbst will tun, nicht, wie man damit etwas erreichen muss... Das ist eine ganz wichtige Sache, gerade auch in der Mitte des Lebens, wo man auf den Hamsterrad steckt.
00:47:57: Du hast gesagt, ich sei Jogalehrerin.
00:48:00: Ich schätze natürlich diesen Moment von Präsenz.
00:48:03: Aber ich muss sagen, dass ich die Kinder habe, vor allem seit dieser Phase, bei der sie sehr klein sind und man arbeitet mit den Kindern oder wenn man schlafen kann.
00:48:12: Und ich merke, ich komme aus diesem tälischen Modus fast nicht mehr raus.
00:48:16: Weil ich das so gelernt habe, die noch ganz klein waren.
00:48:19: Einfach erledigen und immer effizient sein.
00:48:23: Ich finde es wahnsinnig schwierig.
00:48:25: Hast du bei dir nicht anders gesehen?
00:48:28: Du hast gesagt, der Hut war klein und es ist schon rausgefallen.
00:48:31: Bist du irgendwann aus diesem Modus herausgekommen?
00:48:34: oder wie hilft du dir, in deinem Leben solche atelische Momente zu kreieren?
00:48:39: Ich finde eine Herausforderung ganz klar.
00:48:41: Die ist für mich nicht kleiner als für andere.
00:48:47: Ich suche sie sehr bewusst, ich bin tatsächlich jemanden, der sehr gerne spaziert oder läuft.
00:48:53: Auf Hochdeutsch ist es immer schwierig zu sagen Laufen, sonst möchte man sich gut joggen.
00:48:57: Aber ich laufe durch den Wald durch die Zügung.
00:49:01: Ich habe als gesundheitlicher Grund nicht mehr gejoggt und sitze ein wenig auf einem Rückenleiden rein.
00:49:07: Für mich ist das auch wenig vermissenes Tempo, aber für mich ist es eigentlich noch gut.
00:49:15: Dafür eigentlich fast jeden Tag in den Wald, weil ich auch merke, dass die Bewegung sehr gut und zwar wirklich auch seelisch sehr gut.
00:49:23: Und man tut es wahnsinnig gut mit dem Wald unterwegs sein.
00:49:27: Ich kann es wirklich nicht anders sagen.
00:49:28: Wenn ich im Wald anders war, sollte ich nichts schocken.
00:49:34: Das ist eine innige Beziehung von mir zu diesem Wald.
00:49:37: Ja, schön.
00:49:38: Also gerade jetzt merke ich so, es ist die Buschwindröselzeit.
00:49:41: Ich hatte wahnsinnig gerne diese Buschwindrösse schon als Kind.
00:49:45: Und zwar, weil ich so früh gemerkt habe, dass man nicht pflücken kann.
00:49:50: Das hat mir immer gut gefallen an diesen Blümchen.
00:49:52: Ich habe das Kind immer gern Pflügel gepflegt und das hat nicht funktioniert.
00:49:56: Sie waren immer weltweit, wenn man nach Hause kam.
00:49:58: Die sind ganz zart und lampen zu schnell ... Und ich finde es einfach bezaubernd, diese weißen Blüten im Wald.
00:50:08: Man muss einfach im Moment geniessen und dann ...
00:50:11: Und dann
00:50:11: kommt das Nächste.
00:50:12: Es hat immer einen Bärlauch, da kommen die Fussfünderöse.
00:50:15: So geht sie einander über was so blüht.
00:50:20: Das grösste Glück ist an mich, wenn der Reier im Bach steht.
00:50:25: Dann sehe ich jedes dritte vierte Mal.
00:50:28: Niki stummt zu und hat das Gefühl, dass er mir auch zu will.
00:50:33: Was natürlich eine pure Einbildung ist!
00:50:36: Oder ich habe eine innige Beziehung zu ihm?
00:50:37: Ja...
00:50:40: Das ist jetzt eine wilde Hypothese von mir aber ich weiss ja schon, die Ernöhe.
00:50:44: zum Niklaus Branschen gehe ich richtig in der Vermutung, dass du meditiierst oder ist es wirklich vor anderem Wald?
00:50:53: Nein, das ist richtig.
00:50:56: Alle, die ... Ich sage jetzt mal ernst zu nehmen, meditieren sind glaube ich entweder total Profis wie die Niklas Branschen.
00:51:08: Und sonst wissen sie, dass man darüber nicht redet.
00:51:11: Okay, aber ich habe gehört, dass du gerne haptische Sachen hast und dass du manchmal gestern etwas haptisches mitbringst.
00:51:17: Darum habe ich dir diesen mitgebracht!
00:51:21: Ich habe ihn auch sehr gern in der Hand.
00:51:23: Es ist so beruhigend für diejenigen, die uns nicht sehen.
00:51:26: Der Schlägelhäse-Deglob für zur Meditation zu klangschalen?
00:51:30: Das ist etwas, was ich mir jetzt einbilde und das verbindet.
00:51:34: So schön!
00:51:34: Aber wir reden nicht darüber.
00:51:36: Danke
00:51:36: vielmals.
00:51:38: Ich glaube es gibt Dinge, die auch Teil von einem Unterweg sind, den ich ganz fest gelernt habe, dass man gewisse Sachen nicht an die Öffentlichkeit kehrt.
00:51:53: Diejenigen, die uns zulassen und diesen Weg kennen, verstehen das?
00:51:57: Ja, ich glaube so.
00:51:58: Danke sehr.
00:52:00: Genau, und jetzt möchte ich Ihnen aber so schön sagen auf Englisch.
00:52:03: We segue noch ein bisschen zu ... Warum wir unseren Eltern nicht schulden?
00:52:08: Also zur Elternschaft und die Kindschaft.
00:52:11: Als erstes wurde mir eine gute Freundin gesagt, die Psychotherapeutin ist, hat sie gesagt, du wirst sehen.
00:52:17: Kinder bekommen, konfrontiert einmal sehr stark mit den eigenen Älteren.
00:52:23: Und ich muss sagen, Sie hatten recht.
00:52:26: Würdest du das auch so sagen oder ist es dir auch so ergangen?
00:52:30: Absolut.
00:52:33: Ich glaube, jedes Lebensalter konfrontiert einem noch einmal neu.
00:52:37: Ich merke jetzt, ich bin in einer Lebensphase, an der meine Eltern wirklich alt werden.
00:52:44: Und mich herum gibt es einige Freunde und Freunde, die die älteren schon verloren haben.
00:52:48: Das konfrontierte sie dann auch nochmal anders.
00:52:51: Aber wo Kinder klein waren, habe ich mitgemerkt, dass sich vieles noch mal sehr ist Positiven ... Nicht, dass es vorher ganz schlecht gewesen wäre bei mir.
00:53:04: Ich will gar nicht zu viel privat über meine Beziehung mit meinen Eltern reden.
00:53:10: Aber tatsächlich, dass sie sich eingesetzt haben für meine Kinder und ich gemerkt habe ... Es gibt so viele Dinge, die ich intuitiv meiner Mutter anlöte.
00:53:19: Ganz alltägliche Sachen, die nicht weiss.
00:53:23: Wenn der Bauchnabel rot ist, muss ich dann etwas machen?
00:53:26: Wenn das Kind den Brein essen will ... Was hast du gemacht?
00:53:31: Eine Form von Mütterberatung, die wirklich das Wissen weitergegeben ist.
00:53:37: Das finde ich ganz schönes.
00:53:40: Und ich bin so aufgewachsen, dass mein Vater ... Er war nicht so präsent, er hat sehr viel geschafft.
00:53:47: Und ich bin stark auch zum Teil ohne Vater aufgewachsen durch das und ihn dann noch mal zu erleben mit kleinen Kindern, die meine Kinder sind.
00:53:59: Das Gefühl hatte es, dass er für sich so fest entdeckt und ein wunderbarer Grossvater ist.
00:54:04: Das fand ich einfach sehr schön.
00:54:08: Ja, sehr rührend!
00:54:10: Ich habe übrigens das Buch nach diesem E-Gesag gelesen ... Ich habe es meinem Vater gegeben.
00:54:15: Und er hat auch einen sehr fest aufgezogen, weil er natürlich schon etwas mehr noch mit ihrer Mentalität aufgewachsen ist.
00:54:22: Man muss den Eltern schon etwas zurückgeben, denn sie haben ja für mich geguckt und mir eine Ausbildung bezahlt.
00:54:29: Du stellst die Frage im Buch, wieso halten sich diese Haltung so hartnäckig, dass man seinen Eltern schuldig ist?
00:54:39: Es ist eine interessante Frage.
00:54:41: Ich fand es immer schön, wenn ich über dieses Buch gesprochen habe, warum wir uns den Eltern schulden, dass es auch Leute gibt, die lässige Kurs sind und das Buch gekauft haben für ihre Kinder.
00:54:51: Wie sie gesagt haben, wir wollen unseren Kindern klarmachen, dass sie uns nichts schuldet.
00:54:56: Das hat mich sehr berührt.
00:54:58: Weil ich glaube, es ist wirklich eine andere Form von älteren Kindbeziehungen im Erwachsenenalter, wenn man sich das vor Augen führt.
00:55:05: Wieso halten Sie sich so hartnäckig?
00:55:08: Einerseits ist es natürlich auch wahnsinnig praktisch, wenn man Kinder quasi als die sieht, die ewig in einer Schuld stehen.
00:55:18: Andererseits gibt's schon die Vorstellung dieser Generationen-Kette.
00:55:25: Die geht so einfach nicht mehr ganz auf in einem Sozialstaat, wo wir auch einzahlen für den Anfall.
00:55:32: Im Grunde noch ist das zumindest schon geregelt?
00:55:36: Wer das Buch ist merkt aber auch, dass es überhaupt kein böses Buch ist und ich selber habe meinen Eltern gewidmet.
00:55:43: Weil der Titel ist vielleicht ein wenig verkürzt.
00:55:45: Der Titel würde eigentlich heissen warum wir unseren Eltern nichts schulden allein aufgrund der Tatsache, dass wir ihre Kinder sind.
00:55:53: Denn man muss sich ja am klaren sein die Idee dieser Schuldigkeit.
00:55:57: An der er haltet natürlich gerne auch diese Feste wo merken Rein auf den emotionalen Seiten funktioniert es eben nicht mehr so.
00:56:05: und dann kann ich auf die Schuldigkeit pochen.
00:56:08: Und das funktioniert
00:56:09: noch viel weniger?
00:56:10: Es funktioniert noch sehr weniger, und allein aufgrund der Tatsache dass uns hier jemand aufgezogen hat oder geboren hat, glaube ich tatsächlich haben wir keine Schuld.
00:56:18: Das wäre wie eine Erbschuld und würde auch einerseits quasi die Güterverteilung anschauen Maria Mantessori, die man heute nicht so gerne zitiert, weil sie auch problematische Seiten hat.
00:56:32: Aber ich finde, sie hat eine Einsicht sehr klar gesagt.
00:56:34: Sie sagte, wenn es schon irgendeine Schuld gibt, dann wäre sie umgekehrt!
00:56:39: Dann wären wir in der Schuld von den Kindern.
00:56:41: Weil niemand schenkt uns so viel wie die eigenen Kinder und viele alte Leute, wenn man sie fragt was ist das Beste in deinem Leben gewesen, sagen meine Kinder.
00:56:50: Und es ist ja noch interessant dass wir dann der Meinung sind aber die Kind schuldet uns ewig etwas.
00:56:55: Also irgendwo dadurch stimmt dort etwas einfach nicht.
00:56:57: Auch Kinder schenken ihren Eltern ja von klein auf ganz viel An Witz, an Liebe und an Zuwendung.
00:57:05: Das habe ich im Buch beschrieben, dass kleine warme Hände in der Hand sind.
00:57:10: Es ist so viel Zärtlichkeit, die man überkommt als Älteren.
00:57:14: Ja, da hast du vorhin die Geschichte des kleinen Lords zitiert?
00:57:19: immer wieder aufgefordert ist, weich zu werden und die Emotionalität zuzulassen.
00:57:24: Wir haben vielleicht in der Mitte das Leben so ein bisschen Panzer durchs Leben gehen und haben erledigen, erledigten, erletgen.
00:57:28: Und Kinder fordern immer wieder die Präsenz von uns, dass wir uns einfach auf das Spiel eilen müssen.
00:57:35: Wenn man nicht uns einlädt ... Mami, Mami bis wir uns eigentlich eilen.
00:57:38: Das ist wirklich ... Ich denke immer, es ist nicht nur ein Geschenk, sondern wahnsinnig toll, dass einem immer wieder jemanden in dem Moment zurückhält.
00:57:47: Genau!
00:57:49: Was ist auch noch wichtig?
00:57:51: Es gibt natürlich andere Formen von Verpflichtungen, die du hast mit Beziehungen.
00:57:57: Ich will nicht sagen, dass ein älterer Kind Verhältnis wie eine Freundschaft ist.
00:58:00: Das ist mir ganz verkehrt, das gleich zu setzen.
00:58:03: Aber Quellen der Pflichten können ähnliche sein.
00:58:07: Um es deutlicher zu machen, steckt sich ein gläubiger Schuldner-Verhältnis in diesem Schulden drin ... Das besteht darin, dass jemand in Vorleistung geht.
00:58:17: Und ich schulde dieser Person etwas bis er quasi quitscht bei mir mit ihr.
00:58:22: Und seltenen Kindverhältnissen haben so ein Verhältnis als zu schauen, das passt ja schon alleine wegen dem nicht.
00:58:27: Weil auch nicht ein Kind irgendwann den Türen und sagen kann ... Heu miteinander, heute bringe ich jetzt noch einen Blumenstress und dann werde ich quitschen.
00:58:36: Ich habe sie zu ausgerechnet, das wäre jetzt auch das letzte Sohn, ich muss zurückzahlen.
00:58:40: Sondern es ist ja auf ewig in der Schuld!
00:58:42: Das heisst, es ist gar nicht die richtige Metapher des gläubiger Schuldener Verhältnissen.
00:58:48: Und vor allem diese transaktionalen Pflichten, eben von dem du gehst in Vorleistung, ich musste dir etwas zurückgeben ... Die basieren ja nicht auf... Zuneigung.
00:58:59: Das ist ein sehr kaltes Verhältnis und wirkliche Zuneigung kann eigentlich erst entstehen, wenn man aus dieser Schuldigkeit rauskommt.
00:59:08: Und wir sind erst, als ich das Buch schon fertig hatte, in dem ich angefangen habe, Interviews zu geben, war mir plötzlich wie Schuppen von den Augen gefallen, dass die beste Geschichte zu diesem Thema der Froschkönig ist.
00:59:22: Denn dort ist es so, dass der Frosch in Vorleistung geht.
00:59:25: Der Frosche gibt ja die goldigen Kugeln, wo der Prinzessin in Brunnen hineingeht und verlangt dafür etwas.
00:59:34: Also der Frasch sagt zu der Prinzessin, er will dann mal an deinem Tischli essen mit dem goldenen Löffel aus deinem Tellerli essen, an seinem Stühle setzen usw.
00:59:46: In deinem Bettli schlafen, das sagt den Froschs.
00:59:49: Und Prinzessin verspricht, weil sie die goldige Kugel wieder braucht.
00:59:54: Die gläubiger Schuldnerverhältnis.
00:59:55: Dann wird sie gross.
00:59:56: Prinzessine wird eine schöne erwachsene Frau und eines Tages kommt ein Frosch.
01:00:00: Sie sagt hallo!
01:00:02: Gläubig schuldner Verhältnis, jetzt will ich zurück.
01:00:05: Jetzt bist du erwachsen.
01:00:06: Jetzt bin ich an der Reihe.
01:00:08: Wollt ihr essen aus dem Teller, schlafen im Bett?
01:00:12: Was macht Prinzessins?
01:00:13: Sie nimmt den Froschen und knallt ihn an die Wand ... Der Frosch wird zum Prinz.
01:00:19: Das heisst eigentlich der Moment, wo Prinzessin sagt, Ende von gläubiger Schuldnerverhältnis.
01:00:25: ich schulde dir gar nichts auf blöden Froschen!
01:00:28: Von diesem Moment an kann ein liebes Bezieh entstehen und das finde ich die beste Erzählung.
01:00:35: Dass man wie versteht, wenn man die Gläubige-Schulterthematik durchbricht also nicht mehr aufgrund einer Schuld, so kommt eine andere bemüht.
01:00:43: dann kann eine echte Beziehung anfangen Eine, die gründ, warum man sich umeinander kümmert.
01:00:50: In der gegenseitigen Zuwendung hat und nicht drin, dass man das Gefühl hat, ich schulden etwas.
01:00:55: Das ist keine gute Basis für ein Gleichberechtiges Miteinander.
01:01:01: Du redest schon von oben hoch, wenn ich dir richtig verstehe?
01:01:03: Absolut!
01:01:03: Und das ist die schwierige Aufgabe.
01:01:05: Darum hätte Immanuel Kant den Bericht, dass er sagt, ein Kind gehört uns nicht, wir müssen es in die Mündigkeit erziehen ... und hoffen, dass wir möglichst schnell auf Augenhöhe sind, wenn das Kind genug alt ist.
01:01:16: Und das ist das Ziel!
01:01:18: Dort müssen auch Eltern lernen und loslassen.
01:01:21: Es ist nicht in der Ordnung.
01:01:22: Das muss man einfach deutlich sagen, wenn sie ihre Kinder noch dreiradet, wenn die Kinder wachsen sind?
01:01:29: Ja, aber es ist schwierig.
01:01:31: Ich habe das Gefühl ... Du hast vorhin gesagt, dass es nicht gleich wie eine Freundschaft ist.
01:01:36: Aber ich glaube du siehst irgendwo im Buch.
01:01:38: im besten Fall kann ich älteren und Kinder wie ein Freundschaft sein oder einfach sehr respektvolle Beziehung auf Augenhöhe.
01:01:46: Beziehung zwischen älteren Kindern ist ganz lange so ein Machtgefälldinner.
01:01:50: Es ist jemand, der auch physisch am Anfang alles kann und jemand, die nichts für uns ist.
01:01:56: Und psychisch noch nicht viel.
01:01:58: Wie bringt man das aus?
01:01:59: Das macht Gefälle!
01:02:00: Du hast von Mündigkeit von den Kindern gesprochen, du hast angesprochen, dass Ältere um unsere Verantwortung übernehmen und aufhören drinnen.
01:02:07: Gibt es noch mehr?
01:02:08: Also ... Wir sind uns glaube ich ganz einig.
01:02:11: Das wird nie eine Freundschaft.
01:02:13: Ja.
01:02:14: Und zwar auch darum nicht, wirklich sehr spezielle Beziehung ist.
01:02:19: Sie ist nicht frei.
01:02:20: die Welt, Freunde können wir frei wählen, niemand wählt seine Eltern aus.
01:02:26: Das Zweite ist sie ist nicht aufkündbar.
01:02:29: Man kann natürlich eine Freundschaft künden oder meistens lassen man sie in einer Laufen sanden.
01:02:36: Das kann ein älterer Kind Verhältnis nehmen und man kann keine Beziehungen zu den Ältern sanden lassen.
01:02:41: Wenn man sie abbricht, dann ist das meistens ein Abbrechen im Sinne von einem Kontaktabbruch.
01:02:46: Das ist meistens mit viel Zerwürfnis verbunden und selbst wenn man sie abbricht die Mutter und der Vater hören nicht auf Mutter und Vater zu sein.
01:02:55: Und das hättest du.
01:02:56: es dritten damit dass Eltern nicht ersetzbar sind.
01:03:01: also wir können niemanden mit trösten.
01:03:02: wenn die Mutter stirbt sagen du Du bist jetzt traurig, aber du hast gesehen.
01:03:06: Zwei, drei Jahre findest du eine neue Mutter?
01:03:08: Das ist einfach nicht der Fall!
01:03:10: Es gibt es ganz selten, dass jemand sagt, meine Mutter ist gestorben und dann war die Nachbarin für mich wie ein Mami.
01:03:17: Es gibt auch Geschichten, das ist mir klar.
01:03:18: Aber in allen Regeln gibt es diese drei Kriterien, die ich aufzählte, wo das Verhältnis zu einem ganzen Speziellen macht.
01:03:26: Und darum ist es nicht richtig zu sagen, es sei wie eine Freundschaft.
01:03:29: Mir geht's wirklich nur darum zu sagen ... Quellen Von der Grund, warum man in so einem anderen bemüht, sollte aus den Liebenfallen Zuwendung kommen und nicht aus dem Schuldgefühl.
01:03:40: Damit wir aus diesem Gefäll rauskommen von jemandem schuldet im Anderen etwas.
01:03:48: Jetzt hast du vorhin gesagt, wie können wir aus dieser Macht-Gefälle raus?
01:03:52: Ich glaube, Macht sollte ohnehin nie sein!
01:03:54: Ich denke, wenn Eltern das Gefühl haben, sie hätten Macht über ihre Kinder, dann ist das keine gute Ausgangslage.
01:04:01: Aber es ist natürlich ein Respektverhältnis.
01:04:04: Und ich sage manchmal auch, wenn wir Leute sagen, aber der ganze Pflegenotstand muss doch dafür schauen, dass die alten Menschen bei ihren Kindern leben können und so weiter ... Dann sage ich auch, es sei einfach auch ein falsches Bild, dass wir kleine Kinder sind, dann werden wir erwachsen, sind eine Zeit lang gleichzeitig erwachsen.
01:04:24: Und dann werden die erwachsenen Eltern quasi zu kleinen Kindern auf Windeln gebrauchen.
01:04:29: Das ist einfach nicht die richtige Erzählung.
01:04:32: Wir können nicht ... Ein kleines Kind, das Windeln hat, ist etwas anderes als eine nachtsjährige Person, der Windeln hatte und es war für uns Erwachsene schwierig, unsere Eltern so bedürftig zu sehen.
01:04:45: Ich glaube, da müssen wir wirklich vorsichtig sein, nicht parallel aufzutun, wo es keine gibt.
01:04:51: Und ich bin sehr dafür, dass Erwachssene sich um ihre Eltern kümmern können.
01:04:59: Aber ich finde, es geht vor allem darum, dass man diese Güter bereitstellen kann, die sogenannte Relationale-Güter sind.
01:05:07: Die wichtig sind, um die Beziehung aufrechterhalten und da gehört Pflege gar nicht unbedingt dazu.
01:05:14: Das belastet die Beziege einer.
01:05:16: Wenn das jemand machen will ... Schön!
01:05:19: Aber das geht nicht für alle.
01:05:22: mit der Mutter das Foto-Album anzuschauen und die Geschichten von früher zu erzählen.
01:05:26: Mit dem Vater das Lied singen, wo er sich schon kaputtgelacht hat, als wir noch Kinder waren.
01:05:32: Das können nur mehr als Kinder.
01:05:35: Und für das bräuchte sein Boden und Raum.
01:05:39: Für diejenigen, die die Pflege übernehmen von ihren Eltern, hatten oft genau das Platz mehr.
01:05:45: Und eigentlich auch ... Eine schöne Beschreibung davon.
01:05:49: Es soll nicht aus einer Schule sein, ein Geschehen übernehmen, sondern wirklich aus einer Berufung oder aus einem spontanen Impuls und sonst einfach das machen, was vielleicht immer schon zu dieser Beziehung gehört, wie ich dich verstehe?
01:06:04: Genau.
01:06:05: Gut, das
01:06:05: lässt die Leiderzeit davon hoch!
01:06:07: Ich kann noch ewig weiter leiden... Aber für dieses mit Schlußkurven verwirrte ich vielleicht eine kurze Knackung für Aktumabschlussstellen.
01:06:13: und zwar seist du in der Mitte des Lebens, dass zur Mütte vom Leben auch gehört, dass die ersten Mal etwas, was wir zuerst einmal machen oder eben erst den Kuss und erste Beziehungssysteme ziehen, das wird immer rarer so die ersten mal.
01:06:27: Machst du aktiv etwas, wirst du für dich aus der Komfortzone rauszuklopfen?
01:06:33: etwas zum ersten Mal zu machen.
01:06:34: und ist das etwas, was du hier stellen kannst?
01:06:37: Ja tatsächlich.
01:06:38: Und ich sage zuerst noch, dass sich ja an sich im Bauch auch sagen Routinen muss nichts schlecht sein.
01:06:45: Ganz viele Sachen werden erst schön und glanzvoll durch das wir sie schon lange machen oder schon lange haben.
01:06:53: Ich habe zum Beispiel wahnsinnig Freude an meinen langjährigen Freundschaften.
01:06:57: Und ich denke, das ist so etwas kostbarste Menschen, die man schon lange mit einem unterwegs ist.
01:07:04: Aber ja, ich hatte Lust, wieder etwas neues anzufangen.
01:07:08: Ich habe im Januar angefangen Klavierspielen.
01:07:10: So schön!
01:07:12: Und du hast früher nie Klavier gespielt?
01:07:13: Nein,
01:07:14: ich spielte immer Gäden und merkte ... Die Giga ist etwas, was man schon alleine spielen kann.
01:07:20: Aber es macht mehr Freude miteinander und für das fehlt die Zeit für ein Orchester.
01:07:26: Bei uns steht ein Klavier, weil meine Tochter Klavier spielt.
01:07:29: Ich wollte immer Klavier spielen und dachte mir, dass ich das nicht lerne.
01:07:32: Und jetzt habe ich sie gefunden.
01:07:33: Warum nicht?
01:07:34: Ich muss es eben für niemanden machen.
01:07:36: Das ist wirklich das Atelische.
01:07:39: Klavier rüben und dann wirklich auch Freude haben.
01:07:42: An diesen Akkord, an den Klängen ... Das Klavier ist immer gestimmt.
01:07:48: Die Geigen nicht.
01:07:49: Bei den Geigen kann es
01:07:50: brutal
01:07:50: falsch stehen.
01:07:52: Beim Klavier tun sie anders falsch aber nicht so schlimm.
01:07:56: Ja, das finde ich etwas wahnsinniges Schönes.
01:07:58: Mich dort als komplette Anfänger zu erleben.
01:08:02: Das ist ein Geschenk der Lebensmitte.
01:08:05: Wenn man etwas Neues anfängt, muss das nicht perfektionieren.
01:08:08: Man kann es aus Freude machen.
01:08:12: Ganz herzlichen Dank für's Dasein.
01:08:14: Barbara Bleisch, vielen Dank fürs Gespräch.
01:08:16: Danke dir vielmals.
01:08:17: Ich freue mich.
01:08:27: Dort findest du auch unseren Community Space, wo Eltern und Expertinnen ehrlich miteinander diskutieren.
01:08:38: Weisst du was?
01:08:39: Am allerbeste abonnierst gerade unser Newsletter.
01:08:41: Dort schreiben wir dir nämlich einmal in der Woche persönlich aus unserem täglichen Leben mit vierfach Spagat als auch werbstätige Mütter.
01:08:49: Wir liefern dir nicht nur den Kastös, sondern auch Hex und Tipps!
01:08:53: Und sicher immer einen Grund zum Mitschmunzeln, weil ohne Humor funktioniert Verreiberkeit sowieso nicht.